Warum Fonzer voll auf KI-Telefonie setzt: die Geschichte, die Antriebe und die Strategie hinter Transkriptionen und virtuellen Assistenten

Fonzer wurde aus der Liebe zu benutzerfreundlicher Telefonie und dem Anspruch gebaut, Unternehmenskommunikation intelligenter, menschlicher und zukunftsgerichtet zu machen. In diesem Interview erzählen die Founder und Partner Kristof Dedeyne und Ben Holemans, wie alles begann, warum sie so stark auf KI-Features fokussieren und wohin Fonzer will.

Kristof Dedeyne und Ben Holemans, Gründer von Fonzer

Wie ist Fonzer entstanden

Frage: Kristof, wann wurde der erste Samen für Fonzer gelegt?

Kristof: "Auf Basis meiner 30 Jahre Kundenerfahrung in der Geschäftstelefonie habe ich ein klares Bild davon, wie Unternehmenskommunikation funktionieren muss. Keine schwere Hardware, sondern eine flexible Plattform, die man passend zum eigenen Unternehmen einrichten kann. Das wurde direkt die technologische Grundlage, auf der Fonzer als eigene Marke aufgebaut wurde."

Frage: Ben, warum dann eine eigene Marke und nicht ein klassischer Integrator bleiben?

Ben: "Weil wir gesehen haben, dass viele belgische Unternehmen etwas anderes suchten als reine Technik. Sie wollten ein Telefonsystem, das sich anfühlt, als wäre es für sie gemacht, mit einer Oberfläche, mit der alle zurechtkommen, und Integrationen, die wirklich passen. Fonzer ist entstanden, um genau diese Lücke zu schließen: eine Unified-Cloud-Communications-Plattform, die gleichzeitig hochtechnisch und angenehm menschlich ist."

Die persönlichen Antriebe

Frage: Was treibt euch persönlich an, euch so stark dafür einzusetzen?

Kristof: "Telefonie war jahrelang ein notwendiges Übel. Verträge, Geräte, Einschränkungen. Wir freuen uns, wenn Unternehmen plötzlich merken, dass Telefonie wieder Spaß machen und intelligent sein kann. Jedes Mal, wenn ein Kunde sagt: 'Das hätte ich Jahre früher machen sollen', wissen wir, warum wir das tun."

Ben: "Für mich geht es um den Einfluss auf den Arbeitstag echter Menschen: Disposition, Empfang, Support, Sales, Geschäftsführung. Wenn du siehst, wie viel Rauschen, doppelte Anrufe und manuelles Abtippen wir beseitigen können, gibt das Energie. Wir wollen eine Plattform bauen, die Teams Luft verschafft und bei der die IT trotzdem die volle Kontrolle behält."

Warum dieser starke Fokus auf KI-Features

Frage: Ihr positioniert Fonzer als Telefonieplattform, die bei KI-Anwendungen herausragt. Warum dieser klare Fokus?

Ben: "Weil klassische Cloud-Telefonie inzwischen Mainstream ist. Der echte Beschleuniger liegt darin, was du mit Gesprächen machst, nachdem jemand aufgelegt hat. Mit Transkriptionen, Zusammenfassungen und unserem Tringer Virtual Assistant machen wir aus jedem Gespräch strukturierte Daten. Das ist Gold wert für Kundenservice, Sales und Planung."

Kristof: "Wir wollen nicht noch ein Anbieter mit denselben Gesprächspaketen und Geräten sein. Unsere Differenzierung ist klar: Telefonie ist die Basis, KI ist der Unterschied. Dinge wie automatische Transkription, intelligente Zusammenfassungen, Terminvereinbarung per Voicebot und Trigger in CRM- oder Planungstools sind keine Gimmicks, sondern tägliche Helfer."

Transkriptionen als neuer Standard

Frage: Was macht Transkriptionen so wichtig in eurer Strategie?

Ben: "Transkriptionen nehmen den ganzen Stress aus dem Gefühl 'Ich habe etwas verpasst'. Teams müssen nicht mehr halb mitschreiben oder Calls erneut anhören. Sie bekommen einen klaren Text und oft direkt eine Zusammenfassung mit konkreten Aktionen. Das ist ein Gewinn für Support, Sales, Qualität und Compliance zugleich."

Kristof: "Transkriptionen bilden auch die Grundlage für besseren Service auf lange Sicht. Du erkennst wiederkehrende Fragen, die Formulierungen deiner Kunden und Stellen, an denen Prozesse stocken. Damit kannst du FAQs, Skripte und sogar dein Produkt verbessern. Ohne Transkriptionen bleibt all das in Köpfen und Notizen stecken."

Virtuelle Assistenten mit belgischem Akzent

Frage: Ihr sprecht oft über virtuelle Assistenten und einen KI-Voicebot. Was ist die Vision dahinter?

Kristof: "Wir bauen einen Voicebot, der sich wie ein digitaler Kollege verhält, mit flämischem Akzent. Viele Bots klingen noch zu generisch oder zu ausländisch. Wir wollen, dass ein flämisches Unternehmen das Gefühl hat, der Bot gehört zum Team und nicht zu einem anonymen Callcenter irgendwo weit weg."

Ben: "Der virtuelle Assistent übernimmt repetitive und langweilige Anrufe: Adressbestätigungen, Öffnungszeiten, einfache Terminabsprachen. Wird es komplex oder sensibel, leitet der Bot live an einen Mitarbeiter weiter – mit Kontext und Transkript. So bekommen Menschen die interessanten Gespräche, und die KI erledigt den Rest."

Die Strategie hinter Fonzer

Frage: Wie fasst ihr die Strategie von Fonzer heute zusammen?

Ben: "Ganz konkret: die beliebteste Business-Telefonie vom KMU bis zum multinationalen Unternehmen, mit KI als Turbo. Wir fokussieren auf direkte Kunden, starke Partner und Softwarelösungen, die Fonzer in ihre eigenen Tools integrieren. Dabei richten wir uns auf die 'Innovatoren': Kunden, die sofort den Wert von Transkriptionen, virtuellen Assistenten und Integrationen erkennen."

Kristof: "Wir entscheiden uns bewusst für Fokus. Kein Gemischtwarenladen im Telekommarkt, sondern eine Telefonieplattform, die in Integration und intelligenten KI-Features herausragt. Unsere API, unsere Security und unsere KI-Schicht sind strategische Bausteine. So können Partner und Kunden Fonzer als Fundament nutzen, um ihre eigenen Branchenlösungen darauf aufzubauen."

Zukunft: wohin will Fonzer

Frage: Wo steht ihr in einigen Jahren?

Kristof: "Dann wird es für belgische Serviceunternehmen selbstverständlich sein, dass jeder Call automatisch transkribiert, zusammengefasst und mit ihren Tools verknüpft wird. Und dass sie bei 'KI-Telefonie' ganz automatisch an Fonzer denken."

Ben: "Wir wollen die Referenzplattform sein für Unternehmen, die ihre Telefonie nicht länger als Kostenpunkt sehen, sondern als Quelle für Daten, Erkenntnisse und Automatisierung. Hart arbeiten, Fortschritte machen, einander respektieren und das Leben genießen ist für uns kein Slogan: Es ist der Maßstab, an dem wir Fonzer jeden Tag ausrichten."

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